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Welpenbetreuung und Aufzucht

von Anke Kühl und Annette Bauer
erschienen in der Guinea-Tips Ausgabe 61 / September 2004
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Endlich - die lang ersehnten Welpen sind geboren. Und noch viel schöner, es sind gleich Fünflinge. Kunterbunt machen sie die ersten Hüpfversuche durch den Stall. Bei aller Freude über den schönen Wurf wird oft vergessen, sie gleich nach der Geburt zu wiegen. Denn bei fünf (oder drei bzw. vier) Welpen herrschen oft gravierende Gewichtsunterschiede. So kann es vorkommen, dass drei Welpen sehr groß und die anderen zwei z.B. deutlich kleiner sind. Dadurch kann es passieren, dass sie von Mutters Milchquelle von den Größeren verdrängt werden und so „zu kurz kommen“. Um das zu kontrollieren, wird nach der Geburt jeder Welpe gewogen und das jeweilige Gewicht notiert. Durch tägliches Nachwiegen der Kleinen können schnell Gewichtsverluste festgestellt werden.

Nimmt der Welpe ab, sollte man sich die Zeit nehmen und das Säugen des gesamten Wurfes bei der Mutter beobachten, um zu sehen, ob der Welpe wirklich abgedrängt wird. Ist dies der Fall, so reicht es oftmals, die Größeren täglich für 2-3 Säugeperioden von der Mutter zu nehmen, damit die kleineren Geschwister „freies Geleit“ an der Milchquelle haben. Reicht dies nicht aus, bzw. der Welpe holt nicht auf, muss man doch eingreifen.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten je nach Situation:

Ist der Welpe direkt nach der Geburt erschöpft und kommt nicht so recht auf die Füße, empfiehlt es sich zur Kreislaufanregung bzw.- Stabilisierung eine 1-3malige Gabe von Traubenzucker / Dextrosepulver. Hierzu wird 1/4 Teelöffel in 0,5 - 0,8 ml Wasser aufgelöst und Tröpfchenweise mit einer Einwegspritze (natürlich ohne Nadel) eingegeben.

Mit dem 2. Lebenstag nimmt ein gesunder Welpe tgl. 5-10 gr. zu. Stellt man ein dauerhaftes Abbauen des Welpen fest - trotz Abnahme des restlichen Wurfes beim säugen - ist evtl. ein Zufüttern des Kleinen angebracht. Dies geschieht je nach Entwicklung 3-4 mal täglich. Trinken dürfen die Kleinen so viel sie mögen. Bis zum 4. Lebenstag füttern wir zu mit Katzenmilch von Whiskas in die wir bei 2,5 ml einen 1/4 Teelöffel Traubenzucker lösen. Ab dem 5. Lebenstag geben wir Alete / Hipp Vollkornbrei (ohne Zuckerzusatz) mit in die Milch. Wir empfehlen hier „ Frucht und Getreide“, Feines Bircher Müsli von Hipp. Angerührt wird 2,5 ml Katzenmilch mit so viel Brei, dass es noch dünnflüssig durch die Einwegspritze passt.

Tipp 1: Darauf achten, wenn gefüttert wurde, dass die Mutter die Analregion der Kleinen hinterher putzt. Tut sie es nicht, heißt es vorsichtig massieren, bis es tropft...

Tipp 2: Sträubt sich der Welpe nach einiger Zeit mit seinen vier Pfoten gegen die Fütterung, kann es gut sein, dass er satt ist und die Zufütterung nicht mehr benötigt.

Hier heißt es aber wieder: tägliches Wiegen und darauf achten, dass eine Gewichtszunahme weiterhin erfolgt.

 
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