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Rassenporträt: Rosettenvon Christian Kelinski Rosettenmeerschweinchen gehören wohl neben den Glatthaarmeerschweinchen zu den häufigsten Rassen – vor allem in Zoogeschäften. Als Ursprungsland dieser Rasse wird England angegeben, wo diese Tiere bereits seit 1861 bekannt sind. Hauptmerkmal ist das recht kurze (3-3,5cm), leicht borstige Fell mit den vielen, "lustigen" Wirbeln. Aber gerade diese Wirbel machen den Unterschied – denn diese so hinzuzüchten, dass sie dem Rassestandard entsprechen, ist gar nicht so einfach. Die meisten (gerade in Zoogeschäften angebotenen) Rosetten sind gar keine "echten" Rosetten (was ihrer Knuffigkeit nun wirklich keinen Abbruch tut, aber gut).
Je nach Rassestandard muss das Tier mindestens 8-10, maximal aber 12, Rosetten haben. Diese Rosetten dürfen dabei nicht irgendwo sein, sondern ein Rassetier sollte 2 auf der Nase, 2 an der Schulter, 4 am Körper und 4 an der haben (seht dazu auch die Zeichnung auf der nächsten Seite, Quelle ist: www.the-golden-nuggets.de), wobei auf eine gleichmäßige, symmetrische Platzierung der Wirbel und auch auf eine schöne Wirbelform (möglichst dicht behaarte Wirbelzentren, aufrecht stehende Kämme) zu achten ist. Zudem sollten die Rosetten klar voneinander abgegrenzt sein. Wie bei allen Rassemeerschweinchen sollten die Ohren groß und faltenfrei sein sowie herabhängen. Der Kopf muss möglichst rund mit einer leicht gebogenen Nase (aber nicht zu kurz!) sein, die Augen sollten möglichst weit auseinander liegen. Außerdem sollte das Tier natürlich groß, gesund, robust und vital sein. Eine kahle Stelle auf der Stirn von jungen Rosettenmeerschweinchen hat nichts mit den Stirnwirbeln der Crested zu tun, der Stirnwirbel beim Crested und die Rosettenwirbelung werden jeweils durch eigene Gene bestimmt. Es kann bis zu 18 Monate dauern, bis Rosetten ihre volle "Haarpracht" ausgebildet haben. GenetikDie Rosettenbildung wird nicht nur durch ein einzelnes Gen (mit zwei Allelen), sondern durch einen ganzen Genkomplex bestimmt. Außer bei den Rosettenmeerschweinchen bestimmt dieser Genkomplex auch das Haarkleid bei den Angora-Meerschweinchen ("Langhaarige Rosetten") und den Peruanern (längeres Fell, keine vollständige Ausprägung der Wirbel). | |||
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